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17.07.2004 - Melt! Open Air - Ferropolis

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Geschrieben von Michael Hoffmann [Red. Techno Guide]   
Montag, 19. Juli 2004
Vorbei die Zeit, als der Besucher des Melt! Open Airs zum Parken seines Gefährts gerade noch einen Ackerflecken zugewiesen bekam, die Art und Weise des Parkens aber ihm überlassen blieb. Die fröhliche Anarchie ist der Reihen-Ordnung gewichen. Muttis Kleinwagen, Bruders Bulli: Alle fanden sich mühelos wieder und konnten ohne Reibungs- und Zeitverlust auf die Straße gen Heimat gesetzt werden. Überhaupt gewann man nach den ersten Schritten durch Ferropolis, die Baggerstadt bei Gräfenhainichen, den Eindruck, dass das Melt! Open Air in seiner siebten Auflage angekommen zu sein schien. Von der Qualität des mehrheitsfähigen Programms, mit dem das Festival seit Jahren Maßstäbe setzt, hatten nun auch potente Sponsoren Wind bekommen. Ein Bierbrauer hatte einen Truck aufs Gelände manövriert, die Games-Firma war mit einer Spielhölle präsent, der Mix-Getränk-Anbieter balsamierte Leber und Seele unter Karibik-Flair.

Im Schatten der Kohle-Bagger war dann immerhin noch Platz für vier Areale, in denen Bands, DJs und Live-Acts von Freitagnachmittag bis Sonntagmorgen zeigen dürften, was sie zu bieten hatten; mehr als 6 000 Menschen hörten sich das an. War das Mischungsverhältnis sonst zugunsten der DJs ausgefallen, zeigte es sich nun beinahe ausgewogen. Que Pasa?, die das Werbelied "Sail Away" eines Bierbrauers in einem Wettbewerb "interpretierten", mussten zur Strafe in der Nachmittagshitze auf die Bühne. Besser erging es da anerkannten Musikern wie Tortoise oder Mouse On Mars, die zur besten Abendzeit die Medusa Main Stage bespielen durften. Die Chicagoer Post-Rocker Tortoise breiteten in aller Ruhe ihre Stimmungsbilder aus, entspannt, unterkühlt, nur selten außer Atem kommend - was nicht am wortreichen Vortrag lag, denn Tortoise ersparen sich Songtexte und Konzert-Ansprachen. Mit den nach ihnen auftretenden Mouse On Mars lieferten sie sich ein Duell um die beste Darbietung im Segment "gehobenes Eigenbrötlertum".

Die deutschen Marsmäuse Andi Toma und Jan Werner kochten die amerikanischen Kollegen leider ziemlich ab mit ihrer Moulinetten-Taktik. Sie häkselten Melodien, Rhythmen und Harmonien zu Kleinstpartikeln und arrangierten sie zu einer Klangcollage, die auch als avantgardistischer Höllenlärm beschrieben werden kann. Statt Moulinette hatten Mouse On Mars, die freigeistigen Radikalos der elektronischen Abendunterhaltung, natürlich Laptop und allerlei technische Gerätschaften dabei. Es knarzte, knackte - und rockte.

Zu beobachten war eine Tendenz zum Spektakel. Wie alle Jahre verknäulten die Berliner DJs und Melt!-Stammgäste Le Hammond Inferno aktuelle Clubhits unterm Mosquito-Bagger und warfen sie einer durch den Dreck hüpfenden Tanzmeute vor die Füße, hängten sich Märtini Brös die Rockgitarre um und kredenzten trotzdem Techno. Insbesondere unter den Musikern alter Schule befanden sich einige besonders schräge Subjekte. Konzert oder Kostümshow? lautete die Frage beim Auftritt der fünf New Yorker Scissor Sisters, die nicht nur nach Disco-Rock und den 70ern klangen, sondern auch aussahen, als ob sie Elton John persönlich angehübscht hätte.

Das Trio Sex In Dallas versorgte das Publikum mit expliziten Aussagen, aber der Schocker des Wochenendes war - wie zu erwarten - Peaches. Die Kanadierin flitzte nur notdürftig bekleidet auf die Bühne und zeigte sich in breitbeiniger, eigentlich den Männern vorbehaltener Rockerpose. Dabei ließ sie die Gitarre aufheulen und skandierte ihre sexuellen Vorlieben in den Samstagnachthimmel: "I, you, she, together, come on, baby, let's go!".

Von obszönen Verrenkungen bis Fesseleien mit Gespielinnen reichte Peaches' Spiel mit ihrer Sexualität, so dass ihren Songs im Electroclash-Gewand eher wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Was für ein Bild zum Abschluss: Peaches in acht Meter Höhe singend am Bühnengerüst, in zugiger Höhe, halbnackt, der Erkältung nahe, aber obenauf. Man hätte ihr sofort den Pulli reichen wollen.

Quelle: mitteldeutsche Zeitung
 
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